Was uns bewegt

Für das setzen wir uns ein …

Fortbildungsverordnung / -system reparieren

Wir fordern ein Ende des aktuellen ,,Fortbildungsfiaskos“!
Die aktuelle Verordnung muss reformiert werden, um  faire und sinnvolle Fortbildungskriterien für alle zu schaffen. Es kann nicht sein, dass Ingenieure gegenüber Architekten massiv benachteiligt sind.
Stetige Fortbildung ist die Basis professioneller Tätigkeit, wir sind daher auch für konsequente Fortbildung jedes Einzelnen. Die Kammer soll passende Veranstaltungen anbieten und nicht nur kontrollieren bzw. schikanieren.

Viele unserer Listenmitglieder sind in der  Fachgruppe Industrielle Technik oder der Arbeitsgruppe KI engagiert. Dort haben wir haben es geschafft dem Fortbildungsfiasko entgegen zu wirken und haben in den vergangenen Jahren sehr gut besuchte und hochwertige Vortragsveranstaltungen organisiert. Damit wurde bewiesen, dass praxisnahe Fortbildung massiven Zuspruch findet – obwohl die Kammer für den Ansturm auf manche Veranstaltungen nicht die Infrastruktur hat. Die Kammer muss Angebote fördern, die einen echten Mehrwert für unseren Berufsalltag bieten.

Unsere Mitgliedsbeiträge dürfen nicht in ein Hochglanzmagazin für Architekten fließen, das an der beruflichen Realität vieler Ingenieure völlig vorbeigeht. Wichtige Kammernachrichten dürfen nicht länger in einer Flut von Architekturbeiträgen untergehen, die zudem oft nur die Sichtweise einer einzelnen Fraktion widerspiegeln.
Der Berufsstand benötigt daher ein neutrales Kammermedium für kompakte Sachinformationen.

Die duale Struktur ist dort nicht nur eine Tradition, sondern ein gesetzlicher Auftrag zur Wahrung der spezifischen Berufsinteressen beider Sektionen.
Wir fordern eine strikte Rückbesinnung auf das gesetzlich verankerte Dualitätsprinzip: Architekten und Zivilingenieure/Ingenieurkonsulenten müssen ihre jeweiligen Fachangelegenheiten autonom und eigenverantwortlich regeln können. Eine schleichende Verschmelzung der Sektionen verwässert unsere spezifischen Ingenieurinteressen und ignoriert unsere tragende wirtschaftliche Rolle in der Kammer.
Die Architekten kümmern sich um ihre Angelegenheiten, wir um unsere.

Wir fordern ein Ende der intransparenten Mittelvergabe an kammernahe Vereine und Projekte ohne messbaren Mehrwert. Mitgliedsbeiträge sind keine ,,Geschenke“, sondern hart erarbeitete Zwangsbeiträge, die ausschließlich dem direkten Nutzen aller Befugnisträger dienen müssen.
Wir setzen uns für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Mitgliedsbeiträgen ein und fordern klare Kriterien sowie eine Erfolgskontrolle bei der Förderung von Vereinen und Projekten. Der direkte Nutzen für alle Befugnisträger muss bei jeder Ausgabe im Mittelpunkt stehen.

Das immer stärkere Abdriften unseres Berufsstandes Richtung ,,Künstler“ muss unterbunden werden.
Wir sind gegen das gefährliche Abdriften unseres Berufsstandes in Richtung einer  ,,Künstler-Kammer“ und fordern eine Rückbesinnung auf unsere Identität als hochqualifizierte Fachexperten. Die Kammerkommunikation muss endlich die technische Exzellenz und rechtliche Verantwortung widerspiegeln, die uns laut ZTG definiert.

Die technische Korrektheit und rechtssichere Expertise unserer Arbeit sind die wahren Grundpfeiler unseres Berufsstandes, nicht die ,,kreative Lösung“. Wir fordern eine Kammerkommunikation, die unseren objektiven Sachverstand wieder als unser höchstes Gut und Alleinstellungsmerkmal hervorhebt.

 Eine moderne Standesvertretung muss über jeden Verdacht der Selbstbedienung oder Freunderlwirtschaft erhaben sein.
 Wir haben erlebt, dass problematische Abstimmungen ohne die notwendige Transparenz und Distanz zu Eigeninteressen durchgeführt wurden. Wir fordern daher ein striktes Compliance-Regelwerk, das Interessenkonflikte offenlegt und die Kammer wieder zu einer unparteiischen Vertretung aller Mitglieder macht.  Klare Spielregeln schaffen Vertrauen und stellen sicher, dass die Kammer ausschließlich im Sinne des gesamten Berufsstandes agiert.

Wir fordern eine ehrliche und kritikfähige Kammer, die sich als echter Dienstleister für ihre Mitglieder versteht, anstatt Probleme schönzureden. Eine Wahlbeteiligung von nur 27 % (Kammerwahl 2022) ist ein klares Misstrauensvotum, das wir nur durch Transparenz und echte Mitgliederorientierung korrigieren können.
Die Kammer muss offen und ehrlich kommunizieren – auch und gerade dann, wenn Fehler passieren oder politische Ziele nicht erreicht wurden. Wir fordern eine Standesvertretung, die Kritik nicht als Angriff, sondern als notwendigen Impuls zur Verbesserung begreift.

Wir fordern eine strikte Trennung von relevanten Kammermitteilungen und allgemeiner Informationsflut. Die Kammerzeitschrift und die Newsletter der Kammer sind mit irrelevanten Informationen gesättigt, so dass die wenigen relevanten Mitteilungen komplett untergehen. Die Überpräsenz von irrelevanten Architekten-Themen macht das noch schlimmer.